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Cooperative Fahrrad, Simplon Kagu
Simplon Kagu
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Cooperative Fahrrad, Frau mit Reiserad
Draht- und Packesel
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Cooperative Fahrrad, Multitool Topeakmini
Multitool Topeakmini
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Vom Reisen mit
dem Fahrrad
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Reisen mit dem Fahrrad – ein Thema in unendlich vielen Variationen. Für die einen ist es das gemütliche Flanieren entlang ruhiger Flüsse, für andere die anstrengende Suche nach geographischen Extremen auf ausgesetzten Paßstraßen. Ob Tagesausflug, Wochenendtrip oder wochenlange Radtour, kleine Rundfahrt oder irgendein fernes Ziel – die ideale Geschwindigkeit und Effizienz des Fahrrads ermöglicht gleichzeitig rasche Fortbewegung, intensives Erleben und – falls nötig – den Transport eines kompletten Haushalts.

Welches Rad eignet sich
für den Trip?


Weltreisen hat es auch schon mit dem Waffenrad gegeben, erlaubt ist also, was gefällt und der Route, Zuladung und der eigenen Kondition angepaßt ist. Allerdings sollte es gute Bremsen haben, vor allem mit viel Gepäck. Moderne Cantilever- oder V-Bremsen sind die erste Wahl, Rücktrittbremsen oder Trommelbremsen genügen nur im Flachland oder als Zusatzbremsen. Leichter bergauf geht es natürlich mit einer umfangreichen Übersetzung. Moderne Kettenschaltungen (21-27 Gänge) erlauben angenehmes Treten auch bei Schrittgeschwindigkeit - eine echte Alternative zum Schieben.
Was in der Stadt für eine Viertelstunde bequem ist, kann nach ein paar Stunden unterwegs zum Martyrium werden. Wenn das Rad die richtige Größe hat, kann man den Fahrkomfort durch Austausch von Sattel, Lenker oder Vorbau oft erheblich steigern. Eine mäßig vorgebeugte Sitzposition -ca. 45°- reduziert den Windwiderstand und verteilt das Körpergewicht besser auf Sattel und Lenker. Die Qualität und Ausstattung des Rades sollte sich nach den Anforderungen der Strecke und auch der Verfügbarkeit von Werkstätten oder Ersatzteilen richten. Im Zweifelsfall stehen wir gern für guten Rat zur Verfügung und empfehlen ein Service vor der Tour.

Was nehme ich mit?

„Leicht reisen" heißt die Devise. 12 kg Gepäck für eine Tour mit Übernachtung drinnen oder 17 kg für den Campingtrip sind bei sorgsamer Zusammenstellung durchaus realistische Grenzen. Das Angebot an funktioneller, hochwertiger Fahrrad- und Outdoor-Ausrüstung ist groß. Prinzipiell sollte man immer auf geringes Gewicht und Packvolumen achten. Funktionskleidung, wie Radhosen und -schuhe, steigert die Effizienz und Bequemlichkeit am Rad ebenso wie atmungsaktiver Wetterschutz. Der Fahrradhelm schützt nicht nur vor Kopfverletzungen, sondern vor allem vor der Sonne. Die Kleidung sollte möglichst vielseitig kombinierbar und auch der regionalen Zivilisation angepaßt sein.
Nützliches Fahrradzubehör sind großvolumige Trinkflaschen in stabilen Haltern – wichtig für die kontinuierliche Flüssigkeitszufuhr – und ein Fahrradcomputer, der anhand der gemessenen Fahrtstrecke und Geschwindigkeit bei der Orientierung hilft.
Für die Reiseplanung steht heute eine große Auswahl guter Radtourenbüchern oder -Karten zur Verfügung. Ansonsten sollte man nach Straßenkarten im Maßstab von ca. 1:200.000 mit guter Topographie und detailliertem Nebenstraßennetz suchen. Für kleinere Unternehmungen können auch Wanderkarten nützlich sein.

Wie verstaue ich das Gepäck?

Wer seinem Drahtesel eine ordentliche Portion Reisegepäck umhängen will, sollte vor allem auf einen stabilen Gepäckträger achten. Zwei bis drei Streben auf jeder Seite, womöglich als großflächige Abstützung der Taschen gegen die Speichen angeordnet, sorgen für die nötige Steifigkeit und schlingerfreie Fahrt. Für große Campingtouren kann die Gepäckkapazität mit einem Lowrider an der Gabel erweitert werden. So läßt sich ein zusätzliches, kleines Paar Packtaschen ohne Beeinträchtigung der Fahrstabilität transportieren. Die Packtaschen sollten einzeln montierbar sein und oben auf dem Gepäckträger noch Platz für sperriges Gepäck wie Zelt oder Schlafsack lassen. Achten Sie auf sichere Verbindung mit dem Gepäckträger und rasche Handhabung durch gut passende Haken. Wasserdichtigkeit und robuste Ausführung sind die entscheidenden Kriterien, die vor allem verschweisste und nicht durch Nähte perforierte Gewebe erfüllen.. Sehr nützlich ist die Lenkertasche als mobiles Handtäschchen fürs Wichtigste – Dokumente, Geld, Karten, Kamera, Snacks, Handschuhe, Schweißtuch etc. – natürlich auch mit Schnellbefestigung und wasserdicht.

Was tun bei Pannen?

Wer einen Patschen reparieren kann, ist bereits für die häufigste Panne gerüstet, wobei ein passender Reserveschlauch bequemer ist, als flicken. Clevere Multitools können für fast alle Schrauben am Fahrrad verwendet werden und sind sehr leicht. Weitere nützliche Fähigkeiten sind das Einstellen von Bremsen und Schaltung und das Zentrieren der Räder. Darüber hinaus lassen sich fast immer Werkstätten oder schlimmstenfalls Transportmittel für ein defektes Fahrrad finden. Auf ausgedehnten Reisen sollte man sich vorher über die Verfügbarkeit von Ersatzteilen wie Reifen oder Ketten informieren.
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tipps & infos
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Bücher zum Thema
Reisen mit dem Fahrrad:


Das neue Fahrrad
Reparatur Buch

Christian Smolik, Stefan Etzel
Bielefelder Verlagsanstalt, 8.Aufl. 2004
€ 11,95 –
Übersichtlicher und umfangreicher Reparaturführer, kompakt, mit robuster Spiralbindung.

Radreisen Basishandbuch
Sven Bremer
Reise Know-How Verlag 2005
€ 8,90 –
Kompletter Radreise-Ratgeber für Einsteiger, inklusive Reparaturtipps und vielen Web-Links.


Die Cooperative empfiehlt folgendes Minimal-Werkzeug fürs Reisen mit dem Fahrrad:
• Flickzeug und Reserveschlauch

• Multitool oder Auswahl passender Schraubenzieher und -Schlüssel

• Luftpumpe, kompakt, passend für die Ventile

• Ventiladapter für die Tankstelle – viel bequemer

• Taschenmesser oder -Zange

• Reifenhebel

• Speichenschlüssel

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